27. Februar 2010  | | Es wird wieder (immer noch) gezockt Banken wetten profitabel auf Griechenland-Pleite |
NEWYORK. Große Geldhäuser zocken laut New York Times massenhaft mit Kreditversicherungen, sie wetten damit auf eine drohende Staatspleite Griechenlands die so beschleunigt oder sogar erst ausgelöst werden könnte. Das heizt Ängste vor einer neuen Finanzkrise an. Eine Griechenland-Pleite würde auch deutsche Banken mit Verlusten treffen, da viele von ihnen diesem Land viele Milliarden Euro geliehen haben.
Die internationalen Großbanken, die mit Pleitewetten auf Griechenland Geld machen wollen, sollen auch an der Verschuldung des Landes verdient haben. An den Spekulationen seien viele Banken beteiligt, die Griechenland zunächst Geld geliehen hatten, indem sie dem Staat seine Anleihen abkauften, so die Zeitung.
Im Klartext:
Banken verdienen mit Zinsen an Griechenlands Schulden und wetten parallel auf eine Pleite des Landes.
Als Mitspieler wurden genannt: Credit Suisse und UBS in der Schweiz, Société Générale und BNP Paribas in Frankreich und angeblich auch die Deutsche Bank. Sie hatte aber verkündet, dass sie kaum Eigenhandel betreibe. Das Prinzip, mit dem Spekulanten Griechenland schaden: Ein Dutzend Banken (auch Goldman Sachs und JP Morgan) schufen einen Index, der zeigt, wie hoch das Risiko ist, dass Griechenland oder andere Staaten pleitegehen. Berechnungsbasis: Credit Default Swaps (CDS) Versicherungen auf Kreditausfälle. Folge: Alle, die Griechen-CDS haben, würden an der Staatspleite Geld verdienen.
Es ist, als kaufe man eine Feuerschutzversicherung für das Haus des Nachbarn, sagte Philip Gisdakis, Chefberater für Kreditgeschäfte bei der Bank Unicredit, der New York Times, Sie schaffen einen Anreiz, das Haus abzubrennen, sagte er.
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