09. März 2010  | | Niedersächsische Kirchen suchen neue Zusammenarbeit
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WOLFENBÜTTEL. Die fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen suchen nach neuen Wegen für eine engere Zusammenarbeit. Das kündigte der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber als Ratsvorsitzender der Konföderation der Kirchen an. In den nächsten zwei Jahren wolle die Konföderation ihre derzeitige Arbeit überprüfen und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln, so Weber weiter. Wolfenbüttel (epd). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen suchen nach neuen Wegen der Zusammenarbeit. Die Kirchenregierung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Braunschweig kündigte am Sonnabend vor der in Wolfenbüttel tagenden Landessynode eine Beratungsgruppe an, die Vorschläge zur weiteren Zusammenarbeit erstellen soll. Bis zum Herbst 2011 solle die Gruppe eine Vorlage erarbeiten, die von den Synoden der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der fünf Landeskirchen diskutiert werden soll. Die Beratungen seien nötig, weil die hannoversche Landeskirche erwäge, sich aus der Konföderation zurückzuziehen, hieß es. Die vier weiteren Mitgliedskirchen, die lutherischen Landeskirchen in Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer, hatten im vorigen Jahr die Bildung einer gemeinsamen Kirche in Niedersachsen abgelehnt. Nur Hannover, die mit knapp drei Millionen Mitgliedern größte der fünf Kirchen, votierte dafür. Die Konföderation vertritt unter anderem die Interessen der Kirchen gegenüber dem Land Niedersachsen. Der braunschweigische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Konföderation, Friedrich Weber, sagte: "Das positiv Erreichte soll fortgeführt, Belastendes beendet und Doppelstrukturen abgebaut werden. Die Konföderation in ihrer jetzigen Gestalt fortzusetzen, ist nicht das Ziel, wohl aber die Zusammenarbeit der fünf Kirchen zu intensivieren."
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