01. Juli 2010 
| Altenhilfe-Verbände fordern von der Ostens Rücktritt
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Oldenburg/Braunschweig (epd). Die evangelische Altenhilfe in Niedersachsen hat den entlassenen Oldenburger Diakonie-Chef Joachim von der Osten aufgefordert, von seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes zurückzutreten. Von der Osten war vom Diakonischen Werk der oldenburgischen Kirche wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten fristlos gekündigt worden. Er hat die Vorwürfe eingeräumt. Der Vorsitzende des Altenhilfe-Fachverbandes, Burkhard Budde aus Braunschweig, sagte am Dienstag, er sei von dem Vorfall überrascht und betroffen.
Auch der Vorsitzende der bundesweiten evangelische Altehilfe, Wilfried Voigt aus Köln, zeigte sich erschrocken über den Vorfall: "Wenn es ein Schuldeingeständnis gibt, werde ich Herrn von der Osten bitten, von seinem Amt als mein zweiter Stellvertreter zurückzutreten." Allerdings werde turnusgemäß im September ohnehin ein neuer Vorstand des Bundesverbandes gewählt. Ursprünglich sollte von der Osten zum 1. August Geschäftsführer des Diakoniewerks Osnabrück werden. Angesichts des Schuldeingeständnisses mache es "keinen Sinn, dass Herr von der Osten seinen Dienst bei uns aufnimmt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Professor Erhard Mielenhausen. Von der Osten war seit 1983 in diakonischen Einrichtungen tätig und seit neun Jahren kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Das Werk ist Träger zahlreicher Einrichtungen der Alten-, Behinderten-, Jugend- sowie Suchtkrankenhilfe und ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen.
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