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13. Juli 2010

 

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Millionenschwere Altersvorsorge

Dax-Vorstands-Rentner im Glück  

DÜSSELDORF. Während die deutschen Arbeitnehmer künftig erst mit 67 in den Ruhestand gehen sollen, beginnen die Rentenzahlungen für die Vorstände der großen Dax-Konzerne häufig schon mit 60 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung des Vergütungsexperten Heinz Evers im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Danach beginnt die Rentenzahlung für die Hälfte aller Dax-Vorstände vertragsgemäß bereits mit der Vollendung des 60. Lebensjahres.

 

Vorstandsmitglieder von Dax-Konzernen fallen nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben auf ein sanftes Altersruhekissen: Die Unternehmen haben im vergangenen Jahr im Durchschnitt sieben Mio. Euro Rente an die ehemaligen Vorstandsmitglieder gezahlt.

Im Schnitt sieben Mio. Euro haben die großen börsennotierten Konzerne im vergangenen Jahr für die Altersversorgung ihrer ehemaligen Vorstandsmitglieder bezahlt. Das ergab eine Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung. Die 30 im Dax notierten Unternehmen gaben demnach 2009 für Pensionszahlungen an frühere Top-Manager durchschnittlich noch einmal die Hälfte dessen aus, was sie aktiven Vorstandsmitgliedern zahlten. Hinzu kamen Millionen-Summen, die die Firmen als Rückstellungen für künftige Pensionslasten ansparten.

Hinter den Durchschnittswerten verbergen sich nach den Erkenntnissen des Vergütungsexperten der Hans-Böckler-Stiftung, Heinz Evers, starke Unterschiede. So zahlte der Stahlkonzern ThyssenKrupp 2009 rund 24 Mio. Euro für Vorstände im Ruhestand, das Software-Unternehmen SAP hingegen knapp eine Million Euro. Bei den im vergangenen Jahr getätigten Rückstellungen für Pensionsansprüche von aktuellen Vorständen führte der Autobauer VW mit 11,1 Millionen Euro. Der Kosmetikhersteller Beiersdorf legte 500 Mio. Euro zurück.

 

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Mehr Transparenz, bitte!


Kombiniert man die Zahlungen an ehemalige Top-Manager und die Vorsorge für künftige Ansprüche aktueller Funktionsträger, wendeten Thyssen-Krupp (27,7 Mio- Euro), die Deutsche Bank (21,4 Mio. Euro) und Siemens (20,6 Mio. Euro) im vergangenen Jahr am meisten Geld für die Altersversorgung ihrer Vorstände auf. Für die Untersuchung verglich Evers die Angaben der Unternehmen in ihren Geschäftsberichten. Trotz gesetzlicher Veröffentlichungspflicht seien die Angaben aber längst nicht in allen Punkten transparent und vergleichbar, erklärte er.

Für die Zukunft rechnet der Experte mit einem Trend zu etwas niedrigeren Alterversorgungsbezügen. Dies sei die Folge kürzerer Dienstzeiten, höherer Lebenserwartung sowie des zunehmenden Kostendrucks auf die Unternehmen. Weit verbreitet sei bei den Dax-Unternehmen eine vergleichsweise niedrige Altersgrenze, ab der die Zahlungen einsetzen. Für die Hälfte aller Vorstände liege sie bei 60 Jahren.

 

Näheres siehe auch unter Hans- Böckler-Stiftung           >> hier

 


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