01. September 2010
 | | DiN Diakonie in Niedersachsen Diakonische Werke in Niedersachsen gründen DiN Die Diakonischen Werke der fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen haben einen Dachverband den DiN e.V. gegründet. Durch diesen bundesweit einmaligen Schritt entstehe einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in ganz Deutschland, sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) bei der Gründungsfeier am Dienstag in Hannover. Die Diakonie sei dem Land gegenüber ein kritischer, aber stets fairer Gesprächspartner. |
Der neue Verein "Diakonie in Niedersachsen" vertritt künftig die sozialpolitischen Interessen der fünf Werke, in denen rund 50.000 Mitarbeiter tätig sind. Er verhandelt in eigener Vollmacht mit der Landesregierung und mit den Kostenträgern der sozialen Arbeit. Bisher mussten die Diakonischen Werke von Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe, sowie die reformierte Diakonie mit Sitz in Leer, ihre Interessen aufwendig untereinander abstimmen. Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber begrüßte den Zusammenschluss. Mit Blick auf ähnliche Entwicklungen unter den verfassten Kirchen sagte er: "Ich hoffe, dass wir diesen Ball aufnehmen, den uns die Diakonie hier zuspielt." Auch die Kirchen bräuchten mehr Gemeinsamkeit. Die Diakonie dürfe aber die konkreten Nöte der Menschen vor Ort nicht vergessen. Weber ist auch Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Für die Evangelisch-reformierte Kirche erklärte Kirchenpräsident Jann Schmidt in Leer, es sei wichtig, dass die Diakonie gegenüber dem Land jetzt einheitlich sozialpolitische Interessen vertreten könne. Das diakonische Engagement der Kirchen werde so besser erkennbar. Die einzelnen Diakonischen Werke der Landeskirchen bleiben zunächst weiterhin rechtlich selbstständig. Sie repräsentieren insgesamt rund 700 soziale Einrichtungen und 800 Kindergärten in Niedersachsen. Innerhalb von drei Jahren sollten sie in einem nächsten Schritt zu einem einzigen Diakonischen Werk vereint werden, sagte Thomas Feld von der Oldenburger Diakonie als Vorstandssprecher des neuen Vereins. Die zehn Fachverbände der Diakonie sind bereits auf Landesebene organisiert. Zu ihnen gehören Verbände der Altenhilfe, der Behindertenhilfe, der Jugendhilfe, der Suchtkrankenhilfe und der Hilfe für Wohnungslose.
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