03. September 2010  | | Diakonisches Werk leugnet Leiharbeit
Leiharbeit auch in diakonischen Einrichtungen
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Die Anzahl der Leiharbeitnehmerinnen in der Pflege hat sich seit 2004 mehr als verfünffacht. Wie die unlängst von der Hans Böckler Stiftung vorgelegte erste wissenschaftliche Studie zur Leiharbeit im Gesundheitswesen weiter belegt, unterscheidet sich Zeitarbeit in der Pflege in einigen Punkten von Zeitarbeit in anderen Branchen: Sie wird weitgehend nicht zur Kompensation von Auftragsspitzen eingesetzt, sondern eher als Mittel zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei zu geringer Personalausstattung.
Es ist festzustellen, dass zunehmend, trotz der Reglementierung durch den Kirchengerichtshof, auch in diakonischen Einrichtungen Leiharbeitnehmerinnen eingesetzt werden und damit die Stammbelegschaften ersetzt werden. Die Gewerkschaften IG Metall und ver.di haben in Hannover erneut vor dem Wachstum der Leiharbeit und den Folgen gewarnt. Das NDR Magazin 19.30 Uhr hat das Thema aufgegriffen und kritisch berichtet. >> Siehe hierzu in unserem Video Podcast. Wie das Diakonische Werk mit dem Problem Leiharbeit umgeht wird in diesem Beitrag überaus deutlich: Nach dem Motto, "Es kann nicht sein, was nicht sein darf", wird die Existenz Leiharbeit in der Diakonie schlichtweg mit Nichtwissen bestritten. Es ist dabei schon bemerkenswert, das auf das Beispiel der Lilienthaler Dia Logistik angesprochen, der stellvertretende Direktor des Diakonischen Werks vorgibt, diese Gesellschaft nicht zu kennen. Diese dreiste Lüge werden wir dem Herrn nicht durchgehen lassen. Näheres zur Studie der Hans Böckler Stiftung >> hier
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