05. Januar 2012
 | | Erfolgreiche Tarif-Auseinandersetzungen bei Alpenland-Pflegeheim in Berlin Kurz vor Weihnachten hat ver.di die seit zwei Jahren laufenden Verhandlungen mit der Alpenland Pflegeheime GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die Beschäftigten erhalten ab dem 1. Januar 2012 eine Mindesterhöhung ihrer Gehälter um 2,5 Prozent. Für die Monate September bis Dezember erhalten sie eine Einmalzahlung in Höhe von 235 Euro. Die Pflegebeschäftigten erhalten ab 1. Januar 2012 überproportionale Anpassungen ... |
im ersten Schritt bedeutet das 5,9 Prozent für die Pflegehelfer/ -innen und 8,3 Prozent für die Pflegefachkräfte. Insgesamt erfolgen Anpassungen in Höhe von 137 bzw. 250 Euro in den ersten beiden Jahren der Laufzeit. Neben Einmalzahlung, Entgelterhöhung und Regelungen zur Besitzstandswahrung wurden Vereinbarungen über Schicht-, Wechselschicht- und Funktions-zulagen, über diverse Zuschläge und auch Boni für "Holen aus dem Frei" getroffen. Zusätzliche freie Tage, die Erhöhung des Urlaubsanspruchs, der Erhalt der Fünf-Tage-Woche als Planungsgrundsatz sowie eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder wird vor allem seitens ver.di als großer Erfolg gewertet. Der hartnäckige Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort hat sich gelohnt: "Dass uns dieser Erfolg gelungen ist, ist vor allem der Verdienst der streikenden Kolleginnen und Kollegen." So Meike Jäger, ver.di-Fachbereichsleiterin. Tarifverhandlungen bei Alpenland in Marzahn-Hellersdorf liefen mit Unterbrechungen seit mehr als fünf Jahren und mündeten ab 18. August dieses Jahres in einen 90-tägigen Streik. Hauptforderung war die Anpassung an den Tarifvertrag von Alpenland im Westteil der Stadt. Der Konflikt um den Tarifvertrag wurde über lange Zeit von vielen Protestaktionen und Demonstrationen begleitet und hat in Berlin viel Aufmerksamkeit erregt.
Zurück
|