11. Juni 2007Gewerkschaft ver.di begrüßt Schlichtung bei Diakonie Hannover (epd). Die Gewerkschaft ver.di hat die Tarifeinigung für die rund 30.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Diakonie begrüßt. "Wer sich bewegt, kann etwas erreichen", sagte Joachim Lüddecke von der Dienstleistungsgewerkschaft am Montag in Hannover. Mit zahlreichen Aktionen hätten die Arbeitnehmer für ihre Forderung von 3,8 Prozent mehr Lohn gekämpft. Dies sei in der Schlichtung am Wochenende fast erreicht worden. Die Einigung sieht vor, dass die Bezüge der Mitarbeiter in zwei Schritten um drei Prozent erhöht werden: am 1. Juli um 2,5 Prozent und am 1. Januar 2008 um weitere 0,5 Prozent. Hinzu kommen Einmalzahlungen für die erste Jahreshälfte 2007 und im April 2008. Die Bezahlung der Ärzte in evangelischen Krankenhäusern soll auf das Niveau des Tarifvertrages für die kommunalen Krankenhäuser angehoben werden. Die neuen Tarife gelten für Mitarbeiter in 125 Einrichtungen. Der Schlichter Heinrich Kiel, Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen, hatte nach der Einigung hervorgehoben, die "eigenständige Arbeitsrechtssetzung der Diakonie" habe sich bewährt. Jetzt müssen noch die beteiligten Verbände über ihre Zustimmung entscheiden. In der evangelischen Diakonie werden die Tarife in einer mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzten Arbeitsrechtlichen Kommission ausgehandelt. (epd Niedersachsen-Bremen/b1602/11.06.07)
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