01. August 2007Günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli jahreszeitlich bedingt um 28.000 auf 3,72 Millionen gestiegen. | |  |
Damit sind 671.000 weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Zugleich sind so viele Menschen in Deutschland erwerbstätig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg berichtete, nahm die Arbeitslosenquote leicht um 0,1 Punkte auf 8,9 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,5 Prozent gelegen. Indikatoren weiterhin positiv "Die drei wichtigsten Indikatoren - Arbeitslosigkeit, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und offene Stellen - haben sich positiv entwickelt", erklärte der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-Jürgen Weise. Die günstige konjunkturelle Lage spiegele sich nach wie vor in den Daten vom Arbeitsmarkt wider. Die Zunahme gegenüber dem Vormonat sei jahreszeitlich bedingt, so Weise. Sie beruhe vor allem darauf, dass sich in diesem Monat viele Jugendliche nach Abschluss der schulischen und betrieblichen Ausbildung arbeitslos meldeten. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl war deutlich schwächer als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Saisonbereinigt errechnet sich erneut ein deutliches Minus von 45.000. Auch Langzeitarbeitslosigkeit geht zurück Von den 3.715.000 Arbeitslosen im Juli erhielten gut zwei Drittel die so genannte Grundsicherung für Arbeitssuchende ("Arbeitslosengeld II"). Das sind 313.000 Menschen oder elf Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang bei den übrigen Arbeitslosen, die das so genannte Arbeitslosengeld I erhalten, war mit 23 Prozent deutlich stärker. Dennoch ist zu erkennen, dass die positive Arbeitsmarktentwicklung jetzt auch die Langzeitarbeitslosen erfasst. Zahl der Erwerbstätigen auf Rekordniveau Dank des Aufschwungs sind so viele Menschen in Lohn und Brot wie seit der Wiedervereinigung nicht. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland stieg von Mai auf Juni um 142.000 auf 39,79 Millionen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vorjahr nahm sie damit um 636.000 zu. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ging nach oben. Sie lag im Mai nach der Hochrechnung der BA bei 26,86 Millionen (April 2007 26,71 Millionen). Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 561.000. Dabei entfällt deutlich mehr als die Hälfte des Anstiegs auf Vollzeitstellen. Stellenangebot über Vorjahreswert Zugleich lag das gemeldete Stellenangebot im Juli weiter über dem Vorjahreswert. Mitte Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 650.000 offene Stellen gemeldet: 22.000 mehr als vor einem Jahr. Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen. Etwa aus der privaten Arbeitsvermittlung oder der Job-Börse der BA und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im Juli 997.000 Stellen, 161.000 mehr als vor einem Jahr. Ausbildungsmarkt leicht entspannt Die Daten der Berufsberatungsstatistik der BA und die Meldungen der Kammern signalisieren für das laufende Jahr eine leichte Entspannung am Ausbildungsmarkt. Sie geben aber keine Entwarnung. Von Oktober 2006 bis Juli 2007 haben insgesamt 683.300 Bewerber die Ausbildungsvermittlung bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Zugleich sind 430.500 Ausbildungsplätze gemeldet worden, 28.500 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruht größtenteils auf mehr außerbetrieblichen Stellen (+18.600 auf 32.000; betriebliche: +9.900 auf 398.500). Die BA hat zugesagt, im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund einzurichten. Bis Ende Juni wurden 231.400 Ausbildungsverträge abgeschlossen, 22.800 mehr als im Vorjahreszeitraum
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