27. August 2007  | | Landeskirche setzt Sparbeschluss der Synode um Kirche trennt sich von ihrer HochschuleFachhochschule Hannover übernimmt evangelische FH
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Die Evangelische Fachhochschule Hannover wird zum kommenden Wintersemester der staatlichen Fachhochschule Hannover angegliedert. An ihrem bisherigen Standort in Kleefeld wird sie als Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales mit vier Bachelor- und zwei Master-Studiengängen fortgeführt. Das teilten die hannoversche Landeskirche und das niedersächsische Wissenschaftsministerium am Freitag in Hannover mit. Die Eingliederung soll am 31. August in der Aula der neuen Fakultät gefeiert werden. Die Angliederung ist Teil eines Sparpakets der Landessynode. Sie hatte 2005 beschlossen, den Etat bis 2010 um gut 80 Millionen Euro zurückzufahren. Zahl der Studierenden soll reduziert werden An der Evangelischen Fachhochschule werden derzeit rund 1400 Studierende für religionspädagogische, pflegerische und soziale Berufe ausgebildet. Sie werden ihre Ausbildung an der neuen Fakultät abschließen können. Ihre Zahl soll sich bis 2012 auf etwa 600 verringern, die Zahl der Dozenten von 45 auf 27. Ich bin froh, dass die Verhandlungen zwischen der Kirche, dem Land und der Fachhochschule zu einem Modell geführt haben, das die Studiengänge erhält und die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat hervorhebt, sagte Landesbischöfin Margot Käßmann. Die Landeskirche beteiligt sich an dem neuen Konzept mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Daneben stellt sie die Räume und die Ausstattung zur Verfügung. Das Land steuert weiterhin eine Finanzhilfe von 3,1 Millionen jährlich bei.
Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) betonte, der neue Vertrag stelle das Wirken der Fakultät auf eine sichere Grundlage: Das Miteinander mit neuen, ganz anderen Fachdisziplinen kann interessante Impulse hervorbringen, so der CDU-Politiker. An der staatlichen Fachhochschule werden mehr als 6000 Studenten in Ingenieur-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften sowie Informatik und Gestaltung ausgebildet. Den Bachelor-Grad können dort nun auch Studierende der evangelischen Religionspädagogik, der Pflege, der Heilpädagogik und des Sozialwesens erlangen. Master-Studiengänge bestehen für das Management für Gesundheitsberufe und für Sozialarbeit. Die evangelische Landeskirche hatte im Zuge eines Sparpaketes entschieden, die Trägerschaft für ihre Fachhochschule aufzugeben.
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