05. Oktober 2007  | | Behinderte werden vermehrt in Pflegeheime gedrängt |
Landkreise drängen pflegebedürftige Behinderte mit psychischen Erkrankungen zunehmend in Altenhilfeeinrichtungen ab. Diesen Vorwurf erhebt der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB). Mit ihren Verhalten wollten die Landkreise als Kostenträger der Eingliederungshilfe ihre finanzielle Verantwortung für stationär untergebrachte Behinderte auf die Pflegekassen abwälzen. Altenpflegeheime könnten den Behinderten, die aufgrund ihres jüngeren Alters andere Bedürfnisse haben, keine angemessene Lebensqualität bieten.
BeB-Vorstand Alexander Vater fordert von der Politik, die Sätze für die rund 67 000 pflegebedürftigen Menschen in stationären Behinderteneinrichtungen auf das Niveau der Pflegeversicherung für in der Häuslichkeit betreute Pflegebedürftige anzuheben. Dann könnten die vollstationären Behindertenheime die Versorgung ihrer Bewohner besser refinanzieren als mit den derzeit gezahlten maximal 256 Euro monatlich.
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