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15. Oktober 2007

 

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Online-Appell:

Für eine menschenwürdige Pflege! 


Mit einem Online-Appell kann jeder Einfluss auf die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung nehmen. Darauf weist der "einblick" des DGB in seiner aktuellen Ausgabe hin. Die Verantwortlichen in der Großen Koalition können auf der Website www.campact.de dazu aufgefordert werden, für die Würde der Alten und Schwachen einzutreten.

Dort heißt es: "In deutschen Pflegeheimen wird die Würde der Menschen verletzt: Jede dritte bedürftige Person bekommt nicht einmal angemessen zu essen und zu trinken. Ein Skandal. Die Bundesregierung kann diese Katastrophe jetzt entschärfen: Die Reform der Pflegeversicherung tritt in ihre entscheidende Phase. Noch diesen Monat soll der Gesetzentwurf ins Kabinett."  

 

Schluss mit menschenunwürdiger Pflege!


Auf der Website www.campact.de kann man einen Online Appell unterzeichnen. Die Spitzenpolitiker/innen der Großen Koalition, die jetzt in Sachen Pflege verhandeln, sollen mit diesem Appell, der als E-Mail versendet wird, dazu aufgefordert werden, für die Würde pflegebedürftiger Menschen einzutreten. Adressaten sind Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Familienministerin Ursula von der Leyen, Verbraucherschutzminister Horst Seehofer und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen Volker Kauder (CDU/CSU) und Peter Struck (SPD).


Der Text des Appells lautet:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Pflegebedürftige in Deutschland leben vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mit der Reform der Pflegeversicherung können Sie dies jetzt ändern. Sichern Sie eine menschenwürdige Pflegequalität durch bessere Kontrollen und mehr Transparenz!

Pflegeeinrichtungen müssen jährlich und unangekündigt durch unabhängige Gutachter auf ihre Pflegequalität überprüft werden.

Qualitätskontrollen dürfen nicht zur zeitraubenden und sinnlosen Dokumentation jedes Handschlags des Pflegepersonals führen. Stattdessen muss das tatsächliche Wohlbefinden der Bedürftigen überprüft werden.

Alle Prüfergebnisse müssen allgemein verständlich veröffentlicht werden. Die Entscheidung über mehr Transparenz darf nicht den Qualitätssündern unter den Pflegeanbietern überlassen werden!

Die Würde des Menschen ist unantastbar – so steht es in Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Sorgen Sie in der Regierungskoalition dafür, dass dies auch für pflegebedürftige Menschen gilt!"

 
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