20. November 2007 | | Bundestag
Initiative gegen überhöhte Abfindungen für Manager
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Bundestagsabgeordnete von SPD und Union wollen die Abfindungen von Spitzenmanagern begrenzen. Millionenabfindungen für Manager, insbesondere für solche, die wegen schlechter Leistung gehen müssen, sind ein sozialer und ethischer Skandal, kritisierte am Montag der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, in Berlin. Er unterstützte ausdrücklich einen entsprechenden Vorschlag aus der Union.
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Gerald Weiß, hatte vorgeschlagen, die Abfindungen für Top-Manager nicht mehr voll als Betriebsausgaben anzuerkennen. Die Obergrenze könne bei einer Million Euro liegen. Es ist nicht länger sozial-ethisch vertretbar, wenn Leute, die zum Teil Millionen in den Sand setzen, dafür fürstlich abgefunden werden, sagte er der Financial Times Deutschland. Könnten die Unternehmen diese Zahlungen nicht mehr voll von der Steuer absetzen, wäre das nach seinen Worten ein Anreiz zur Sparsamkeit. Allerdings ist der Spielraum in der Regel begrenzt, denn meist handelt es sich nicht um frei vereinbarte Abfindungen. In der Regel werden bei vorzeitiger Trennung die Ansprüche aus der Restlaufzeit des Vertrags ausgezahlt.
Poß kritisierte ebenfalls die Zahlungen: Als Betriebsausgaben schmälern die Riesenabfindungen nicht nur den Gewinn der Anteilseigner, sondern sie schmälern auch die Steuerlast der Unternehmen selbst. Es sei erfreulich, dass die CDU-Sozialausschüsse in diesem Fall die sozialen und auch ethischen Komponenten einer Lohndebatte erkennen würden. Es wäre wünschenswert dieses in gleicher Deutlichkeit auch zum Thema Mindestlohn zu hören, sagte Poß.
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