23. November 2007  | | Wo bleibt das Geld für die Beschäftigten der Kirche?
Uwe Martens, Sprecher der Arbeitnehmerseite in der ADK |
Während in diesen Tagen überall in den Kirchengemeinden die Vorbereitungen für Adventsfeiern und Weihnachtsaufführungen laufen, fragen sich die Beschäftigten der Kirchen in Niedersachsen, wie sie das Fest finanzieren sollen. Seit 2005 bekommen sie ein immer geringeres Restweihnachtsgeld, in diesem Jahr erhalten die meisten gar nichts mehr. Die letzte Lohnerhöhung liegt ebenfalls Jahre zurück. So von meinem Arbeitgeber Kirche behandelt zu werden, enttäuscht total. Das drückt meine Motivation, auch wenn wir uns gegenüber den Kindern nichts anmerken lassen wollen, so eine Erzieherin einer Osnabrücker Kindertagesstätte. Seit einigen Monaten verhandeln Arbeitnehmervertreter und kirchliche Arbeitgeber über die Tarife der Beschäftigten. Die Arbeitnehmer wollen eine Gleichbehandlung mit den Beschäftigten des Landes Niedersachsen, die Arbeitgeber wollen den Tarif nur abgesenkt und verschlechtert übernehmen. Gewerkschafter haben im Oktober eine Unterschriftenaktion initiiert und mittlerweile über 10.000 Unterschriften für die Übernahme des Tarifes des Landes Niedersachsen gesammelt. Diese Unterschriften sollen am Montag, den 26. November 2007 um 13.00 Uhr vor dem Landeskirchenamt, Rote Reihe, Hannover übergeben werden. Dass in so kurzer Zeit über ein Drittel der Beschäftigten ihre Unterschrift gegeben haben, zeigt die Stimmung: Genug gespart an den Beschäftigten! Jetzt sind wir dran!, so der Sprecher der Arbeitnehmerseite Uwe Martens.
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