30. Januar 2008  | | Auch Kirchenmitarbeiter in Hessen fordern mehr Lohn
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Guter Lohn für gute Arbeit." Unter diesem Motto demonstrierten am Dienstag rund 700 Kirchenmitarbeiter vor dem Verwaltungssitz der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN) in Darmstadt. Die Demonstranten forderten zehn Prozent mehr Gehalt. "Ungerechtigkeit und Ausbeutung nicht bei Kirche und Diakonie", war auf einem der mitgeführten Transparente zu lesen, "Jetzt reichts" auf einem anderen. "Wer Qualität will, muss sie auch bezahlen." Erstmals seit 2005 werden derzeit die Gehälter der EKHN-Beschäftigten und ihres Diakonischen Werks neu ausgehandelt. In den vergangenen Jahren hätten sich die Arbeitsbedingungen verschlechtert, beklagte Peter Stenger, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung. Gerade bei den unteren Lohngruppen und bei Familien seien in den vergangenen Jahren große Verschlechterungen registriert worden besonders seit Einführung der Kirchlich-Diakonischen Arbeitsvertragsordnung im Jahr 2005. So sei unter anderem das Urlaubsgeld gestrichen, die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden erhöht und das Weihnachtsgeld auf 60 Prozent gekürzt worden. Gleichzeitig würden die Anforderungen an die Kirchenmitarbeiter steigen, so Stenger: "Wer Qualität will, muss sie auch bezahlen." Die Kirche könne es sich nicht leisten, Gehälter zu zahlen, die unter dem Einkommensdurchschnitt lägen. Auch "um der Glaubwürdigkeit der Kirche willen" sei es notwendig, gerechte und ausreichende Gehälter zu zahlen, sagte Stenger.
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