06. Februar 2008  | | Tarifbericht der Hans-Böckler-Stiftung für 2007
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Die Tarifentwicklung in Deutschland verläuft weiterhin sehr unterschiedlich. So stiegen in den exportorientierten Branchen die durchschnittlichen Einkommen im vergangenen Jahr stärker als die Verbraucherpreise. In den binnenmarktabhängigen Bereichen lagen die Einkommenszuwächse dagegen zum Teil weit darunter. Einen detaillierten Überblick zur Tarifentwicklung gibt der Tarifbericht 2007 des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Forschungsinstituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Dieser steht jetzt als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Auf 58 Seiten informiert das Papier detailliert über die wichtigsten Tarifergebnisse des vergangenen Jahres. Laut WSI-Tarifinfo legten die tariflichen Grundvergütungen in Deutschland 2007 gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 2,2 Prozent zu. Die Erhöhungen wurden jedoch komplett von den gestiegenen Verbraucherpreisen aufgezehrt - die 2007 laut Statistischem Bundesamt ebenfalls um 2,2 Prozent zunahmen. Die höchsten Tarifzuwächse verzeichnete das Investitionsgütergewerbe mit einem Plus von 3,4 Prozent, gefolgt vom Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe mit 2,6 Prozent. Nur um durchschnittlich 1,4 Prozent stiegen die Tarife bei den Privaten Dienstleistungen und in Organisationen ohne Erwerbszweck. Das Schlusslicht bilden mit plus 0,6 Prozent die Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen. Manche Branchen - wie der Einzelhandel - gingen ganz leer aus. Tarifsteigerung 2007 
Durchschnittliche tarifliche Grundvergütung inklusive Pauschal- und Einmalzahlungen gegenüber dem Vorjahr. Quelle: WSI-Tarifarchiv 2007 "In vielen Wirtschaftszweigen haben die Beschäftigten bisher nicht vom Aufschwung profitiert", sagte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck. Tatsächlich sanken die Reallöhne 2007 sogar um fast ein Prozent. Damit mussten die Beschäftigten bereits das vierte Jahr in Folge Reallohnverluste hinnehmen. In diesem Jahr stehen neben den Verhandlungen im öffentlichen Dienst, in der Stahl- und Chemieindustrie auch Lohnrunden in der Textil- und Bekleidungsindustrie, in der Energieversorgung, im Kfz-Gewerbe und in der Landwirtschaft bevor. Die Tarifforderungen reichen von rund 5 bis zu 9 Prozent. "Angesichts der weltwirtschaftlichen Risiken ist es umso dringlicher, dass endlich die private Binnennachfrage die konjunkturelle Entwicklung stützt. Voraussetzung dafür sind steigende Reallöhne der Beschäftigten ", betonte WSI-Tarifexperte Bispinck. DGB-Bundesvorstandsmitglied Claus Matecki forderte auch deshalb von der Politik wirkungsvolle Maßnahmen gegen Lohndumping und "ein ordentliches Plus bei den laufenden. Der vollständige Bericht des WSI im PDF Format zum download 599 kb
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