18. Februar 2008  | | Der Leiter des Nell- Breuning- Instituts Bernhard Emunds fordert Mindestlohn
Bild: Bernhard Emunds |
Hannover (phi). Der Wirtschaftsethiker Bernhard Emunds hat beim 6. Ökumenischen Mittelstandstag in Hannover einen gesetzlichen Mindestlohn gefordert. Dieser müsse so hoch sein, dass das Nettoeinkommen eines voll erwerbstätigen Alleinstehenden damit deutlich über Hartz-IV-Niveau liege, sagte der Leiter des Frankfurter Nell-Breuning-Instituts in der Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers und des Bistums Hildesheim. Dem Problem der zunehmenden Familienarmut müsse der Staat mit einem Extrakindergeld für Geringverdienerhaushalte begegnen. In der Diskussion sprach sich auch der Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages, Karl-Heinz Bley, für Mindestlöhne aus wenn sie von den Tarifparteien ausgehandelt würden. Emunds entgegnete, angesichts der Erosion des Tarifvertragssystems funktioniere dies nicht in allen Branchen. Dabei grenzte er sich deutlich gegen die sogenannten christlichen Gewerkschaften ab, die in einigen Branchen als Scheintarifpartner aufträten.
Zurück
|