12. März 2008 | | 25.000 Unterschriften übergeben Stellvertretend für die ca. 350.000 Mitarbeitenden der Diakonie demonstrierte heute eine Delegation in Kassel . Aus allen Teilen der Republik waren ca. 70 KollegInnen angereist, um die innerhalb kürzester Zeit gesammelten 25.000 Unterschriften zur Unterstützung der Tarifforderung zu übergeben. Anlass war die heutige Sitzung der ARK DW-EKD im Kasseler Haus der Kirche.
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Termin und Ort waren nicht zufällig gewählt, denn in der heutigen Sitzung der ARK wurden die Beratungen zum Tarifantrag der Arbeitnehmerseite aufgenommen. So wurde die Gelegenheit genutzt, den Arbeitgebervertretern die Entschlossenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdeutlichen.  | | Die in der verd.di Bundesverwaltung für den Kirchenbereich zuständige Renate Richter (Bild) appellierte an die Arbeitgeber die ArbeitnehmerInnen in der Diakonie nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abzuschneiden. Sie bekräftigte die Tarifforderung nach 8 % mehr Lohn und Gehalt mindestens 200 . Diese Forderung sei angemessen wie auch für die Arbeitgeber leistbar. |
Auf zahlreichen mitgeführten Transparenten und Spruchbändern wurde den Arbeitgebern auch optisch die Gemütslage der Diakonischen MitarbeiterInnen verdeutlicht. Die Sprecherin der Arbeitnehmerseite Helga Gutt begrüßte die Protestierenden und bedankte sich für die lautstarke wie breite Unterstützung aus den Betrieben. Sie versicherte in den anstehenden sicherlich schwierigen Verhandlungen nicht klein beizugeben. Sie erinnerte auch an die nach 18 Jahren Mauerfall nun endlich anstehende Ostangleichung. | |  |
 | | Als eine historische Chance bezeichnete es einer der Sprecher der Buko Michael Heinrich, dass die gleichlautende Tarifforderung des öffentlichen Dienstes, sowohl in der Diakonie wie auch bei der Caritas, als auch in den Verhandlungen der Arbeiterwohlfahrt, zur Verhandlung steht. Jeglichen von den Arbeitgebern zu erwartenden Hinweis auf die nicht Refinanzierbarkeit von Lohnsteigerungen wies er entschieden zurück. |


| | Die Sitzung der ARK wurde eigens zur Entgegennahme der Unterschriften unterbrochen. Der Sprecher der Arbeitgeberseite Matthias Bitzmann nahm diese in Empfang (um sie sogleich der Geschäftsführung zu überlassen). Er war einer der wenigen Arbeitgebervertreter die sich stellten, die übrigen Arbeitgeber blieben lieber unter sich hinter schützenden Mauern und wagten nur einen scheuen Blick aus dem Fenster. Im Gegensatz zu den Arbeitnehmervertretern, die den Kontakt mit den protestierenden Kolleginnen und Kollegen nicht scheuten, sondern sich anschlossen. |
Auf die derzeit laufenden Verhandlungen zur Übernahme des TVöD in Württemberg verwies der Kollege Ulli Meier, Mitglied des Gesamtausschusses Württemberg. Er forderte jedoch die bundesweite Übernahme des Ergebnisses der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Dieses Verhandlungsergebnis stellt schon einen Kompromiss dar und könne dann nicht über den 3. Weg nochmals herunter verhandelt werden. Zugleich warnte er davor, die sozialen Berufe durch schlechte Entlohnung weiter zu entwerten Alle Beteiligten gingen davon aus, dass eine Einigung in der heutigen ersten Verhandlungsrunde nicht zu erwarten ist. Um in den bevorstehenden Verhandlungen ein akzeptables Ergebnis zu erzielen, bedarf es sicherlich weiterer unterstützender Massnahmen in den Betrieben vor Ort. So wirkte es nicht wie eine lehre Drohung, sondern eher als Ankündigung, das weitere Protestaktionen folgen werden. Die kleine Aktion Heute war nur der Anfang!!!! | |  |
Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage Weitere Bilder von der Aktion
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