13. März 2008  | | Erste Verhandlungsrunde blieb ohne Ergebnis Arbeitgeber legen kein Angebot vor |
Am Mittwoch, dem 12. März fanden die ersten Gespräche in der Arbeitsrechtlichen Kommission zur diesjährigen Tarifforderung in der Diakonie statt. Die Arbeitnehmerseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der EKD hatte am 23.Januar eine Tariferhöhung von 8%, mindestens 200 Euro gefordert. Außerdem wurde die Forderung nach einer Angleichung der Ostvergütungen an die des Westens bekräftigt.
Zu Beginn der Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission bekamen die Arbeitneh-mervertreter für ihre Forderung Unterstützung von Delegationen aus den verschiedenen Diakonischen Werken, die 25 000 Unterschriften der Beschäftigten zur Bekräftigung dieser Forderung überbrachten. (siehe Meldung )
Wie nicht anders zu erwarten war, blieb die gestrige erste Verhandlungsrunde in der ARK DW-EKD ohne Ergebnis. Obwohl die Arbeitgeber eingestanden, dass allein die ansteigenden Lebenshaltungskosten eine der Einkommenserhöhung für die Arbeitnehmerinnen erforderlich macht, konnten sie sich nicht dazu durchringen ein Angebot zu unterbreiten. Vielmehr wurde auf die schwierigen Refinanzierungsbedingungen in den Arbeitsfeldern verwiesen. Die angeblich schlechte finanzielle Ausstattung der diakonischen Einrichtungen erlaube es nicht, die Vergütungen der Beschäftigten nach 4 Jahren Lohnverzicht nun anzuheben. Die Arbeitnehmervertreter appellierten an die Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und forderten die Arbeitgeber auf, sich gegenüber den Kostenträgern für eine auskömmliche Finanzierung des Gesundheits- und Sozialwesens einzusetzen und den Druck der Kostenträger nicht einfach an die Beschäftigten weiterzureichen. Sie forderten eine Sondersitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission, um die Verhandlungen voranzubringen. Diese Sitzung wird am 18. April stattfinden.
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