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09. April 2008

 

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Einigung für Klinikärzte in kommunalen Krankenhäusern

Der Tarifkonflikt der Klinikärzte ist beigelegt. Die Ärzteorganisation Marburger Bund (MB) und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände haben sich auf eine Erhöhung der Ärztegehälter geeinigt. Demnach steigen die Einkommen der kommunalen Klinikärzte in zwei Stufen um insgesamt rund acht Prozent. Darüber hinaus sei der Forderung des MB entsprochen und eine umgehende Anpassung der Ostgehälter an das Westniveau vereinbart worden, teilt der MB mit.

 

„Der Marburger Bund hat mit diesem arztspezifischen Tarifabschluss einen Erfolg für die 55 000 kommunalen Krankenhausärzte erzielt“, erklärte der Verhandlungsführer des MB Lutz Hammerschlag. Zeitnah werde nun die Große Tarifkommission die Tarifeinigung analysieren und über eine offizielle Annahme beraten.

 

Die Einigung bei den Einkommenserhöhungen bezeichnete Hammerschlag als „schwierigen Kompromiss“, bei dem der MB seine ursprüngliche Forderung herunterschrauben musste. Die Gehälter der Klinikärzte sollen in diesem Jahr rückwirkend zum 1. April 2008 um durchschnittlich rund vier Prozent steigen. Zum 1. Januar 2009 steige das Gehalt um weitere 3,8 Prozent. Als Erfolg bezeichnete Hammerschlag hingegen, dass der Marburger Bund den Versuch der Arbeitgeber habe abwehren können, die Arbeitszeit der Mediziner von 40 auf 41,5 Wochenstunden zu erhöhen. „Der Berufsgruppe, die im öffentlichen Dienst ohnehin mit Abstand die längsten Arbeitszeiten habe, wollen, können und dürfen wir keine weitere Belastung zumuten“, so Hammerschlag.

 

Er bezeichnete es zudem als „Herzensanliegen“, die umgehende Abschaffung der unterschiedlichen Vergütung im Osten und Westen der Republik erreicht zu haben. „18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung war es mehr als überfällig, die unsägliche Sozialmauer zwischen Ost und West niederzureißen“, so Hammerschlag. Die große politische Ungerechtigkeit, ostdeutsche Klinikärzte mit einem Abschlag zu bestrafen, habe im erheblichen Maße zur Ärzteflucht aus den neuen Bundesländern in den Westen der Republik und ins Ausland beigetragen.

Es ist danach mit Spannung zu erwarten, welchen Einfluß diese Ost/West Angleichung auf das laufende Schlichtungsverfahren in der ARK DW - EKD hat.

 
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