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15. April 2008

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Wir sind der Schatz!

Mit diesen Worten wurden die Besucher auf dem Weg zur Eröffnung des Domschatzes in Halberstadt am Sonntagmorgen begrüßt. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forderten stellvertretend für die 23000 Beschäftigten der Diakonie in Mitteldeutschland die Übernahme des Tarifergebnisses des Öffentlichen Dienstes. Während bisher der Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes Maßstab für die Übernahme in die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie waren, weigern sich nun die Kirchen-Arbeitgeber dieses Tarifergebnis für ihre Mitarbeiter zu übernehmen. Die nächsten Verhandlungen finden in der Arbeitsrechtlichen Kommission am 18.4.2008 statt.

 

Als größte Arbeitgeber im sozialen Bereich kommen Diakonie und Caritas eine besondere Rolle zu. „Soziale Arbeit ist mehr wert!“, so forderten die kirchlichen Mitarbeiter am Sonntagmorgen eine entsprechende Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit mit Kindern, Behinderten und alten Menschen. Das Personal ist in den letzten Jahren auf ein Minimum reduziert worden, Arbeitsverdichtung und hohe psychische und physische Belastungen sind täglich von den Beschäftigten in der Diakonie zu bewältigen. Dabei sind die Vergütungen in den letzten 5 Jahren, um nicht einen einzigen Cent gestiegen! Kein Wunder also, dass sich wesentlich mehr Beschäftigte der Diakonie in Halberstadt einfanden, als erwartet wurden, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.“Der Schatz der Kirche sind nicht nur Gold und Silber im Domschatz, sondern auch ihre Mitarbeiter!“

Die Beschäftigten der Diakonie in Mitteldeutschland bekommen 92,5% der Vergütung ihrer Kollegen in den alten Bundesländern. Auch mit dieser Angleichung lassen sich die Kirchen-Arbeitgeber 18 Jahre nach der Wende Zeit, auch wenn sich alle anderen Ausgaben längst angeglichen haben. Die Angleichung der Vergütungen an das Westniveau lehnen kirchliche Arbeitgeber ab. Die Verhandlungen dazu befinden sich im Schlichtungsverfahren.

Mit dem Versprechen der Diakonie-Mitarbeiter, solange weiterzumachen, bis es gelungen ist die Vergütungsmauer zwischen Ost und West abzubauen und die Übernahme des Tarifabschlusses des Öffentlichen Dienstes in Diakonie und Caritas umzusetzen.

Dazu stehen noch einige große Anlässe an, in denen die Kirche lieber Gold und Silber schätzen möchte, als die tägliche Arbeit ihrer Mitarbeiter!

 

Soziale Arbeit ist mehr wert!

 

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