17. April 2008 | | VdDD lehnt Mindestlohn im Pflegebereich ab Die kirchlichen Arbeitgeber wehren sich gegen die Einführung eines staatlichen Mindestlohns im Pflegebereich. Dadurch würden weder Armut noch Schwarzarbeit wirksam bekämpft, erklärten der Vorsitzende des Verbands diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), Markus Rückert, und der Chef der Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU), Bernd Molzberger. Zudem sei ein staatlicher Eingriff in die verfassungsrechtlich gesicherte kirchliche Selbstbestimmung unzulässig. |
Der Bereich Pflegedienst und Altenpflege ist eine der Branchen, die ihre Aufnahme ins Arbeitnehmerentsendegesetz beantragt haben. Union und SPD wollen am 28. April bei einem Koalitionsausschuss über die Mindestlöhne beraten. Die Linksfraktion im Bundestag kritisierte die Haltung der kirchlichen Arbeitgeber. Die Argumente von Caritas und Diakonie seien "vorgeschoben und scheinheilig", erklärte Linken-Pflegeexperte Ilja Seifert. Durch ihre Ablehnung bleibe sämtlichen Pflegekräften ein Mindestlohn verwehrt, auch den Mitarbeitern von privaten Anbietern, die zum Teil nur vier bis sechs Euro in der Stunde verdiente. mehr> Kommentar Frankfurter Rundschau
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