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14. Mai 2008

 

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Niedersächsische Wohlfahrtsverbände alarmieren mit offenem Brief Landesregierung

"Gerechter Lohn für verantwortungsvolle und schwere Arbeit"

"Die Gerechtigkeitslücke wird immer größer"


Es darf nicht sein, dass die Verbesserung von Einkommenssituationen vor dem sozialen Bereich Halt macht.
Mit dieser bemerkenswerten Botschaft hat sich die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG) mit einem offenen Brief an die Politischen Verantwortungsträger in Bund und Land gewandt.

 

„Die Tarifentwicklungen im öffentlichen Dienst gehen an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sozialen Dienste und Einrichtungen vorbei“

 

Darauf wiesen die Niedersächsischen Wohlfahrtsverbände in ihrem offenen Brief an die Niedersächsische Landesregierung, Landtagsabgeordneten und Niedersächsischen Bundestagsabgeordneten am 30. April hin. Die wachsende Schere zwischen ständig steigenden Anforderungen und Kosten auf der einen Seite und die niedrigbleibenden bzw. niedrigerwerdenden Leistungsentgelte auf der anderen Seite lassen die Gerechtigkeitslücke immer größer werden.

Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG), Bernd Anders, machte dies am 30. April, in seinem Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, David McAllister, deutlich:

 

„Die hohen Kompetenzen und das starke Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Freien Wohlfahrtspflege müssen gerecht entlohnt werden.“

 

Durch fehlende Refinanzierung sozialer Einrichtungen und Dienste durch Bund, Länder und Kommunen sowie insbesondere durch die Kranken- und Pflegekassen sind höhere Löhne in diesem Umfang nicht möglich. Daran ändert auch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz nichts.

Anders:

„Der soziale Bereich wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ausgeschlossen.“

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen fordert die Politik auf, soziale Einrichtungen und Dienste zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine angemessene Vergütung ermöglichen.

Der stellvertretende LAG-Vorsitzende, Dr. Hans-Jürgen Marcus, Caritas, dazu:

„Denn für verantwortungsvolle und schwere Arbeit muss ein gerechtes Entgelt gezahlt werden.“

 

In der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege sind die Spitzenverbände: Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, Jüdische Wohlfahrt und der Paritätische Niedersachsen zusammengeschlossen. Es wird die drohende Abkopplung der Mitarbeitenden im Sozial- und Gesundheitswesen von der allgemeinen Einkommensentwicklung beklagt. Der aktuelle Tarifabschluss des ÖD wird ausdrücklich gewürdigt.

Bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Erkenntnisse auf die weiteren Verhandlungen in der laufenden Lohnrunde haben.

 

Der Brief der LAG          (pdf 190 kb)

 
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