1. Juli 2008Es geht doch! Diakonie in Württemberg kurz vor Tarifeinigung Stuttgart, 29. Juni 2008: Eine Einigung im jahrelangen Tarifstreit in der württembergischen Diakonie steht kurz bevor, so die beiden Verhandlungsführer Hanns-Lothar Förschler, Vorsitzender der Kommission für Unternehmensfragen im Diakonischen Werk Württemberg, und Uli Maier, Vorsitzender der Mitarbeitervertretungen (AGMAV). Nach fünf Tagen intensiver Verhandlungen im traditionsreichen Kurhaus Bad Boll konnten sich die Verhandlungspartner der Dienstgeber- und Dienstnehmerseite in allen wesentlichen Fragen zur Tarifreform jetzt auf Eckpunkte verständigen. Demnach wird zum 1. Januar 2009 der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) in das Tarifrecht der württembergischen Diakonie übernommen. Gleichzeitig werden die im öffentlichen Dienst vereinbarten Tariferhöhungen entsprechend zeitversetzt zum 1. Januar und zum 1. Juli 2009 nachvollzogen. Für das Jahr 2008 ist eine Einmalzahlung in Höhe von 750 Euro vorgesehen. Wirtschaftlichen Schwierigkeiten soll künftig je nach Umfang der Problemlage in zwei unterschiedlichen Verfahren begegnet werden können. Ziel ist dabei, den Bestand der diakonischen Einrichtungen zu sichern und damit auch die Arbeitsplätze zu erhalten. Darüber hinaus konnte auch eine Lösung für die Umsetzung der - auf Mitarbeiterseite sehr umstrittenen - Wahlmöglichkeit im Arbeitsrecht gefunden werden. Mit der Tarifeinigung wurde auch ein Weg eröffnet, um die im Rahmen des Tarifstreits außerhalb der Diakonie gegründeten Tochterunternehmen in die Diakonie einzugliedern. Dieser Tarifeinigung müssen nun jeweils die Gremien auf Dienstgeber- und Dienstnehmerseite zustimmen, bevor dann am 25. Juli 2009 die dafür zuständige Arbeitsrechtliche Kommission die Eckpunkte beschließen kann. Impressum: Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (AGMAV) im Diakonischen Werk Württemberg
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