28. Juli 2008  | | Schlichtungsempfehlung in der Diakonie steht vor der Ablehnung |
Es zeichnet sich ab, dass die Arbeitnehmerseite die Schlichtungsempfehlung in der ARK - Sitzung am Mittwoch nicht annehmen und stattdessen Nachverhandlungen fordern wird. Eine Umfrage die unter großer Beteilung der betroffenen Betriebe stattfand, hat ergeben, dass die große Mehrzahl der diakonischen Beschäftigten diesen Kompromissvorschlag der Schlichtung nicht akzeptiert. Insbesondere die lange Laufzeit bis in das Jahr 2010 hinein, stößt auf massive Ablehnung. Weitere Kritikpunkte sind die künftige Streichung der Pflegezulage und die unzureichende soziale Komponente in den unteren und mittleren Vergütungsgruppen, sowie die eindeutige Besserstellung der höheren Vergütungsgruppen, die als unsozial und nicht diakonisch bezeichnet wird. In den östlichen Bundesländern wird vor allem die unzureichende Ostangleichung kritisiert. In den Rückmeldungen wird immer wieder darauf verwiesen, dass es nicht hinnehmbar ist, wenn die Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie schlechter gestellt werden sollen als diejenigen, für die die Regelungen der Caritas oder des TVöD gelten, so Helga Gutt, die Sprecherin der Arbeitnehmervertreter in der ARK DW-EKD. Es erscheint als sicher, das der Fachausschuss der Arbeitnehmer dieser Rückmeldung folgt.
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