07. August 2008  | | Deutsche arbeiten 37,6 Stunden Trend zu ungesunden Arbeitszeiten |
BERLIN. Die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit in Deutschland beträgt nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung im Schnitt 37,6 Stunden pro Woche. In Ostdeutschland werde mit 8,8 Stunden tariflich deutlich länger gearbeitet als in Westdeutschland mit 37,4 Stunden. Die Beschäftigten in Deutschland arbeiten häufiger in Wechselschicht, nachts oder deutlich über 40 Wochenstunden. Damit verbundene Belastungen können zu frühem Verschleiß führen. Jeder sechste Neu-Rentner ging 2006 wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in den Ruhestand. Diese hohe Quote könnte Bestand haben - denn mehr als die Hälfte der derzeit Beschäftigten erwartet, dass sie im höheren Alter kaum noch arbeitsfähig sein werden. "Sollten sich die Arbeitszeittrends der letzten Jahre fortsetzen, werden sich die Bedingungen für einen längeren Verbleib im Berufsleben verschlechtern", warnt Hartmut Seifert, Leiter des WSI. Vor allem die gleichzeitigen Trends von zu langer und atypisch gelegener Arbeitszeit während der Nacht und im Schichtbetrieb bringen höhere Belastungen mit sich. Weitere Informationen siehe unter Böckler Impuls 12 2008
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