17. September 2008
 | | Arbeitgeber der Diakonie verweigern Verhandlungen! In der Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der EKD (ARK DW-EKD) am 16.09.08 hielten die Arbeitgeber an ihrer sturen Haltung fest und machten kein neues Angebot für eine Lohn- und Gehaltserhöhung für die ca. 150.000 Beschäftigten in den diakonischen Einrichtungen. |
Sie gingen auf keine Argumente der Arbeitnehmerseite ein. So konnten Sie nicht darlegen, weshalb sie nicht dieselben Vergütungserhöhungen zahlen können, wie z.B. die Caritas, oder das Diakonische Werk Württemberg. Die Arbeitgeber missbrauchen ihre strukturelle Überlegenheit im sogenannten dritten Weg, um die Diakonie als Billiganbieter von sozialen Leistungen zu etablieren und sich so zunächst einen Marktvorteil zu verschaffen. Letztlich führt dieses Verhalten aber dazu, dass das Lohn- und Gehaltsgefüge der gesamten Sozial- und Gesund-heitsbranche ins Wanken gerät. Aus demselben Grund wehren sie sich auch gegen einen Mindestlohn in der Pflege. Die Arbeitnehmer in der Diakonie werden sich dieses unsoziale Verhalten nicht gefallen lassen. Sie werden sich auch nicht in eine rechtswidrige Zwangsschlichtung treiben lassen. Am 22. Oktober wird in Hamburg eine Demonstration der Arbeitnehmer in der Diakonie statt finden, auf der einmal mehr deutlich gemacht werden wird, dass das Verhalten der Arbeitgeber gegen die Interessen der diakonischen Arbeitnehmer, aber auch gegen die Interessen von Patienten, Klienten und Kunden der Diakonischen Einrichtungen, gerichtet ist.
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