18. September 2008  | | Protest in der Pause BAD SOBERNHEIM "Engel brauchen nicht mehr Geld - wir schon," und: "Wir fordern acht Prozent, wie die Kollegen im Öffentlichen Dienst". So steht es auf den Transparenten, mit denen die Mitarbeiter der heilpädagogischen Einrichtung Hüttenberg von der Kreuznacher Diakonie auf ihre Lage aufmerksam machen. "Das ist kein Streik, sondern eine aktive Mittagspause," betont Frauke Bahr, von der Mitarbeitervertretung des Hüttenberges. In der Mittagspause fanden sich vor der Einfahrt zum Hüttenberg immer wieder Mitarbeiter ein, die sich dem Aufruf zur aktiven Pause anschlossen. |
Gut achtzig Mitarbeiter sind in Bad Sobernheim auf dem Hüttenberg und den Diakonie-Werkstätten in der Haystraße betroffen. Sie können nicht verstehen, dass die Arbeitgeber in der jüngsten Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der EKD kein neues Angebot für eine Lohn- und Gehaltserhöhung für die Beschäftigten in den diakonischen Einrichtungen unterbreitet hatten. Die Arbeitgeber, so wird von Arbeitnehmerseite argumentiert, gingen auf keine Argumente der Arbeitnehmer ein. So hätten sie nicht darlegen können, warum sie nicht dieselben Vergütungserhöhungen zahlen könnten, wie etwa die Caritas, oder das Diakonische Werk Württemberg. Die Arbeitgeber missbrauchten ihre strukturelle Überlegenheit, um durch die Hintertür die Diakonie als Billiganbieter von sozialen Leistungen zu etablieren und um sich damit einen wesentlichen Marktvorteil zu verschaffen. aus Kreuznacher Allgemeine Zeitung vom 18.09.08
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