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18. September 2008

 


 

"Wir arbeiten nicht für´n Appel un´n Ei"


lautete die Parole der "aktiven Mittagspausen", die am Mittwoch in den Einrichtungen der Kreuznacher Diakonie - so auch am Kirner Krankenhaus - stattfanden.

Die Forderung der Arbeitnehmer ist so einfach wie plausibel: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Damit unterstrichen gestern Mittag die in einem Angestelltenverhältnis nach Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) mit der Kreuznacher Diakonie stehenden Mitarbeiter ihre Forderungen nach gleichem Lohn für alle

"Wir müssen uns für eine einheitliche Lohnpolitik engagieren", hieß es in einer Pressemitteilung der regionalen Mitarbeitervertretung (MAV) Kirn vor Beginn des Protests. Hintergrund ist, dass die im Öffentlichen Dienst angestellten Mitarbeiter im Durchschnitt bis zu zehn Prozent mehr verdienen, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten wie ihre jetzt demonstrierenden Kollegen.

Nach den zuletzt durchgerungenen Erhöhungen für die Tarifverträge im öffentlichen Dienst müsse deutlich gemacht werden, dass die Mitarbeiter, die nach AVR vergütet würden, nicht von den allgemeinen Tariferhöhungen abgekoppelt werden dürften und ein Recht auf gleiche Lohnentwicklung wie im öffentlichen, kirchlichen und caritativen Dienst hätten, sagt Andreas Ullrich, Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertreung der Kreuznacher Diakonie.

Vorwürfe richtet die Mitarbeitervertretung in Richtung der Arbeitsrechtlichen Kommission. Ihr sei es bislang nicht gelungen, einen Lohnkompromiss zu finden, der sich an die neuen Tarife des Öffentlichen Dienstes anlehne. "Die Arbeitgeber schlagen Vergütungsstrukturen vor, die von Seiten der Arbeitnehmervertreter nicht angenommen werden können", schildert Ullrich. Dabei gäbe es andere Beispiele, wie im Kommissionsbereich des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, wo es Annäherungen gegeben habe.

Betont "nicht-streikend" schlossen sich daher viele Mitarbeiter bei der "aktiven Mittagspause" am gestrigen Mittwoch den Protestaktionen an. Unter anderem beteiligten sich Angestellte neben dem Diakonie-Krankenhaus in Kirn auch in den Diakonie-Einrichtungen in Bad Kreuznach, Meisenheim, Simmern und der Asbacher Hütte.

Viele im öffentlichen Dienst Beschäftigte erklärten sich mit ihren Kollegen solidarisch. Es sei nicht gerecht, dass Lohnunterschiede bei gleicher Leistung bestünden, erklärte eine seit langen Jahren im Labor angestellte medizinisch-technische Assistentin, die aus Angst vor Sanktionen ihren Namen nicht nennen wollte.

 


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