29. September 2008  | | ver.di fordert Diakonie zu Tarifverhandlungen aufAktionen und Warnstreiks in diakonischen Einrichtungen |
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert den diakonischen Arbeitgeberverband VdDD (Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland) zu Tarifverhandlungen auf. Die Verhandlungen um Lohnerhöhungen in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der EKD sind gescheitert, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. ver.di rufe nun alle Einrichtungen, die nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) bezahlen, zu Aktionen bis hin zu Warnstreiks auf. Es muss verhindert werden, dass die Diakonie auf Dauer von der allgemeinen Lohnentwicklung in der Branche abgehängt wird, betonte Paschke. Hintergrund der Verschärfung des Tarifkonflikts ist der Versuch der diakonischen Arbeitgeber, die rund 150.000 Beschäftigten bundesweit von den Tarifen des öffentlichen Dienstes abzukoppeln. Gerade die unteren und mittleren Vergütungsgruppen sollen demnach weniger verdienen. Eine entsprechende Schlichtungsempfehlung hatte zuletzt die Arbeitnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie als völlig unzumutbar zurückgewiesen. Gleichzeitig widersprach Paschke Gerüchten, Kirchenbeschäftigte dürften nicht die Arbeit niederlegen. Streik ist ein Grundrecht, das allen Beschäftigten auch in der Kirche zusteht. Bereits im März 2007 hatten 400 Diakoniebeschäftigte in Stuttgart einen erfolgreichen eintägigen Warnstreik durchgeführt. Um die Forderungen zu unterstreichen, ruft ver.di die Diakonie-Beschäftigten zudem zu einer Demonstration mit Kundgebung anlässlich der Diakonischen Konferenz in Hamburg am 22. Oktober 2008 auf.
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