09. Oktober 2008  | | Letzte Warnung vor dem Streik Bremen. Ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diakonischen Einrichtungen aus Bremen und Niedersachsen haben heute vor der Einrichtung Friedehorst in Bremen für die Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter demonstriert. Während ihre KollegInnen im öffentlichen Dienst, beim Roten Kreuz, bei der Caritas etc. seit Januar 2008 eine deutliche Aufbesserung ihrer Einkommen erhalten haben, verweigern die diakonischen Arbeitgeber ihren Beschäftigten einen solchen erforderlichen Einkommenszuwachs. Gerade die Einrichtung Friedehorst ist führend im Lohndumping u.a. durch den rechtswidrigen Einsatz von Leiharbeitnehmern.
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Die Personalleiterin dieser Einrichtung sitzt auch in der Arbeitsrechtlichen Kommission, dessen Arbeitgeberseite bisher eine Einigung im Verhandlungswege blockiert. Deshalb war das Ziel Friedehorst nicht zufällig. Unter dem großen Beifall der Versammelten stellte der Vorsitzende der agmav Niedersachsen Manfred Freyermuth klar, dass die Strategie des Diakonischen Arbeitgeberverbandes VdDD die Diakonie als Billiganbieter im Sozial- und Gesundheitsmarkt zu etablieren, nicht aufgehen darf. Dies hätte nicht nur verheerende Folgen für die Beschäftigten in der Diakonie, sondern auf den gesamten Bereich. Der Sozial- und Gesundheitsbereich würde zum Billiglohnsektor, was unweigerlich mit erheblichen Qualitätseinbußen verbunden wäre. Die Versammelten ließen keinen Zweifel daran, dass sie dies nicht zulassen werden. "Zwar sei diese Aktion am heutigen Tag noch kein Streik, doch hätte dies rein organisatorische Gründe", so der Vorsitzende der Arbeitnehmervertretungen der Diakonie in Bremen, Dr. Christoph Fantini. "Wenn die Arbeitgeber weiterhin eine Lösung auf dem Verhandlungsweg blockieren, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie von ihrem durch die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland garantierten Streikrecht Gebrauch machen", so abschließend Manfred Freyermuth. Presseberichte von der Aktion siehe hier Zur Aktion im Bild siehe hier
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