21. Oktober 2008  | | Tarifkonflikt Diakonie: Beschäftigte demonstrieren in Hamburg |
Im laufenden Tarifkonflikt mit der Diakonie ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten anlässlich der Diakonischen Konferenz in Hamburg am kommenden Mittwoch zu einer Demonstration für höhere Löhne und den Abschluss eines Tarifvertrags auf. Es muss verhindert werden, dass die Diakonie auf Dauer von der allgemeinen Lohnentwicklung in der Branche abgehängt wird, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. Anlass der Demonstration ist der Versuch der diakonischen Arbeitgeber, die rund 150.000 Beschäftigten bundesweit von den Tarifen des öffentlichen Dienstes abzukoppeln. Gerade die unteren und mittleren Vergütungsgruppen sollen demnach weniger verdienen. Tarifverhandlungen mit ver.di hatte der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) abgelehnt. Darauf hatte ver.di die Verhandlungen für gescheitert erklärt. ver.di fordert für die Beschäftigten in den Einrichtungen der evangelischen Kirche gleiche Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst, den Verzicht auf Leiharbeit sowie den Abschluss regulärer Tarifverträge. Am morgigen Dienstag finden in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bereits erste Warnstreiks zur Durchsetzung dieser Forderungen statt. Um eine Verschärfung der Auseinandersetzung zu vermeiden, sollten die Arbeitgeber jetzt an den Verhandlungstisch kommen zum Abschluss von Tarifverträgen auf Grundlage des TVöD, sagte Paschke.
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