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28. Januar 2009

 

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Kein Angebot der Arbeitgeber, keine Verhandlung in der ARK DW-EKD !


An einem Verständigungsproblem kann es nicht gelegen haben, war die erneute Aufforderung an die Arbeitgeberseite zur Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots doch überaus klar und eindeutig. Siehe hierzu die Erklärung der Arbeitnehmervertreter vom 22. Januar 2009 (Meldung). Die grundlegende Voraussetzung für die Fortsetzung der Beratungen in der ARK DW-EKD war den Arbeitgebern somit schon vor dem heutigen Sitzungstermin der ARK DW-EKD bekannt. Die angekündigten Konsequenzen für den Fall einer weiteren Verweigerung und des Ausbleibens eines Verhandlungsangebots, wurden ebenso unmissverständlich angekündigt.

 

Obwohl kein Angebot eingegangen war, reisten die Arbeitnehmervertreter an, um im Falle eines kurzfristigen Einlenkens der Arbeitgeber die Chance auf einen Abschluss zu wahren.

Die Arbeitgeber sahen sich jedoch trotz interner Beratung nicht in der Lage im Vorfeld ein Verhandlungsangebot zu unterbreiten, sondern setzten ihre Hinhaltetaktik fort und kündigten vage an, in der Sitzung einen Vorschlag unterbreiten zu wollen.

 

So kann man seinem Gegenüber klarmachen, wie ernst man ihn nimmt.

 

Die Arbeitnehmervertreter verhielten sich daraufhin konsequent und ließen keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Ankündigungen und stellten sich für ein weiteres Possenspiel nicht zur Verfügung. Über die Folgewirkung, dass nun zunächst keine Beschlüsse, auch nicht über Entgelterhöhungen zustande kommen, waren sich die Kolleginnen und Kollegen dabei im Klaren. Ihrer Verantwortung sind sie sich bewusst. Doch die Einschätzung weicht nun der Gewissheit, dass die Wahrung der Arbeitnehmerinteressen in dieser Konstellation und den Strukturen des 3. Weges nicht mehr möglich ist. Von Partnerschaft und Parität weit und breit keine Spur.

 

Verhandlungen auf gleicher Augenhöhe und damit die Chance eines fairen Interessenausgleichs bietet nur das Tarifvertragsmodell. Nur dieses Modell bietet eine Perspektive, will man sich endgültig vom kollektiven Betteln in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen lösen.

Jedoch und diese Binsenweisheit bestätigt ein Blick in die aktuelle Tariflandschaft, die Ergebnisse der Tarifverhandlungen sind immer auch ein Spiegelbild der Entschlossenheit und Stärke der Tarifvertragspartner.

Für die Zukunft kann dies nur heißen, nicht nur Tarifverträge zu fordern, sondern auch die Tarifmächtigkeit der Arbeitnehmerseite weiter auszubauen. Nur eine durch ihre Mitglieder gestärkte Gewerkschaft bietet hier die Gewähr. Wie bekannt hat Ver.di den Verband der diakonischen Dienstgeber in Deutschland VdDD, bereits zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Der erste Schritt ist also bereits getan, lassen wir ihm gemeinsam weitere folgen.

Für eine stärkere Wertschätzung unserer Arbeit, bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung, für einen Tarifvertrag Diakonie.


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