05. März 2009  | | Arbeitgeber beharren auf Lohnabsenkungen In der Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission blieben die Arbeitgeber bei ihrer Forderung, die Jahressonderzahlung nur noch dann zu zahlen, wenn die Einrichtungen eine Umsatzrendite von mindestens 4% erwirtschaftet haben. Dies bedeutet, dass die Jahressonderzahlung selbst in den Einrichtungen, die wirtschaftlich gut dastehen, gekürzt oder nicht mehr gezahlt werden würde. Weiterhin wollen Sie eine Arbeitszeitverlängerung auf 40 Stunden die Woche. Dies wäre eine faktische Absenkung der Einkommen der Beschäftigten in der Diakonie. Daran ändert auch nichts, dass die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um 2 Prozent ab 1. Juli 2009 und eine Einmalzahlung von maximal 200 Euro angeboten haben. Das obwohl in allen Arbeitsfeldern der Diakonie mehr Geld zur Verfügung steht. |
Die Arbeitnehmerseite hat deutlich gemacht, dass sie eine Tariferhöhung für die Beschäftigten haben will, wie in anderen Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen auch. Hier wird ganz überwiegend nach TVöD gezahlt. Dort gab es Lohnerhöhungen von 5,9 % bei einem Sockelbetrag von 50 Euro und einer Einmalzahlung von 225 Euro. Die Laufzeit beträgt 2 Jahre. Dies haben die Arbeitgeber entschieden abgelehnt. Sie wollen offenbar die Diakonie Niedersachsen von der Einkommensentwicklung in der Sozial- und Gesundheitsbranche abkoppeln. Die Arbeit der Beschäftigten in der Diakonie Niedersachsen soll nach dem Willen der Arbeitgeber weniger wert sein. Das ist mit uns nicht zu machen. Wenn die Arbeitgeber nicht bald einlenken, stellt sich auch die Frage, ob die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Diakonie in Niedersachsen in einer Arbeitsrechtlichen Kommission noch angemessen vertreten werden können.
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