14. März 2009  | | 1200 Beschäftigte der Diakonie demonstrieren OLDENBURG - Rund 1200 Beschäftigte der Diakonie im Nordwesten Niedersachsens haben am Sonnabend in Oldenburg für faire Löhne demonstriert. Der Verhandlungsführer der Arbeitnehmer im laufenden Tarifkonflikt, Manfred Freyermuth aus Kästorf bei Gifhorn, forderte für die rund 36.000 Diakonie-Mitarbeiter in Niedersachsen eine Bezahlung, die mit dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst vergleichbar ist. Wir wollen gleiches Geld für gleiche Arbeit. Wir werden keinem Abschluss zustimmen, der unsere Kollegen schlechter stellt als im öffentlichen Dienst, sagte Freyermuth. |
Freyermuth warf den Arbeitgebern vor, sie wollten die Gehälter senken und die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich ausweiten und lehnte die Forderung der Arbeitgeber nach einer ergebnisorientierten Jahressonderzahlung ab. Selbst profitable Einrichtungen könnten sich nach der Arbeitgeberformel arm rechnen und ein Weihnachtsgeld verweigern. Dies als Verbesserung anzupreisen, sei von den Arbeitgebern verlogen und zynisch. Die geforderte Gehaltserhöhung bedeute für viele Mitarbeiter eine Erhöhung um zehn Prozent, rechnete Arbeitgebervertreter Joachim von der Osten aus Oldenburg vor: Das können wir nicht finanzieren. Mit dem vorliegenden Angebot von zwei Prozent und einer Einmalzahlung liege die Diakonie deutlich über der Inflationsrate von derzeit 0,9 Prozent. Verhandlungsbereitschaft signalisierte er bei der angestrebten Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden.
Zurück
|