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31. März 2009

 

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Aktuelle Ergebnisse einer Sonderauswertung des DGB-Index "Gute Arbeit"

 

Kranken- und Altenpfleger beklagen schlechte Arbeitsbedingungen

Die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege werden im bundesweiten Vergleich aller Berufsgruppen deutlich schlechter als der Durchschnitt beurteilt. In der Krankenpflege beschreiben 47 Prozent der Beschäftigten Arbeit und Entlohnung lediglich als "mittelmäßig", 46 Prozent sogar als "schlecht". In der Altenpflege betrachten sogar 52 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Arbeit und Einkommen als "schlecht", weitere 36 Prozent als "mittelmäßig". Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des DGB-Index' 'Gute Arbeit' im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

 

Sonderauswertung des DGB-Index' 'Gute Arbeit'

 

Im Einzelnen bemängeln die Beschäftigten in der Krankenpflege vor allem die schlechte Bezahlung - 40 Prozent beziehen Bruttoeinkommen von unter 2.000 Euro -, die belastende Arbeitsintensität und die zu geringen Aufstiegsmöglichkeiten. Diese Einschätzungen decken sich mit den Bewertungen der Altenpflegeberufe, wo sogar 72 Prozent Altenpflegerinnen und -pfleger weniger als 2.000 Euro brutto monatlich erhalten; und 48 Prozent trotz Vollzeitarbeit zu prekären Löhnen von weniger als 1.500 Euro brutto monatlich arbeiten müssen.

Dennoch ist der Arbeitseinsatz beider Berufsgruppen unverändert hoch:

Die Vollzeitbeschäftigten in der Krankenpflege überschreiten die vereinbarte Wochenarbeitszeit (40,1 Std. Männer, 39,1 Std. Frauen) im Schnitt um rund zehn Prozent, in der Altenpflege sind es sogar elf Prozent.

Angesichts von Arbeitsbelastung und Arbeitszeit sind beide Berufsgruppen konsequenterweise skeptisch, was ihre künftige Berufsfähigkeit angeht: 51 Prozent der Beschäftigten in der Altenpflege glauben nicht, dass sie ihre Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben können; in der Krankenpflege sind es sogar 57 Prozent.

"Die Arbeitsbelastung in den Pflegeberufen ist nur noch schwer erträglich. Immer weniger Menschen ergreifen diesen schlecht bezahlten Stress-Beruf. Ein Pflegenotstand ist nur noch abwendbar, wenn deutlich mehr Personal zur Bewältigung der Arbeit eingestellt, die Arbeitsbelastung drastisch reduziert und die Einkommensbedingungen spürbar verbessert werden", resümierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke.

 

Die Auswertungen für die Alten- und Krankenpflege stehen unter https://presse.verdi.de/aktuelle-themen/pflegedienste bereit.

 
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